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Lessingtage: „95 mal x – Thesen zu Glauben und Religion“

Im Jahr 1517 schlug Martin Luther der Legende nach seine berühmten Thesen gegen den Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg. Wie sich herausstellte war es Beginn der Reformation, die Europa vor 500 Jahren revolutionierte.

Viele Schulklassen haben sich an der Kunstaktion beteiligt. So gab es eine Menge zu lesen, dafür musste man den Platz für seine eigene These ein bisschen suchen.
Foto: Louise Schroeder Schule

Zum 500. Jahrestag dieses Ereignisses trugen die Lessingtage 2017 den ungewöhnlichen Titel „Um alles in der Welt“. Das Thalia Theater regte Hamburger Schüler*innen an sich mit Glauben und Religionen auseinander zu setzen und lud dazu ein, eigene Thesen zu formulieren und in einer Kunstaktion zu veröffentlichen. Insgesamt sechs Klassen unserer Schule haben sich daran beteiligt, alle fünf 4. Klassen und die Klasse 2e. Ihre Thesen schrieben die Kinder auf Holztafeln, die sie in einer gemeinsamen Aktion mit dem Theater an große Holztüren auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz anschlugen. Nicht nur die Tafeln unserer Schüler*innen finden sich dort, für die Kunstaktion „95 mal x – Thesen zu Glauben und Religion“ haben Schüler*innen aus ganz Hamburg ihre Gedanken angeschlagen. Ein Besuch dort lohnt sich.

Louises künstlerische und kulturelle Vielfalt

­Thea­ter spie­len, mu­si­zie­ren, fil­men, Ra­dio ma­chen, tan­zen, ma­len in der Schu­le, im Mu­se­um oder bei den Schlum­pern, krea­ti­ves Schrei­ben, Thea­ter- und Mu­se­ums­be­su­che bil­den das Pro­fil un­se­rer Kul­tur­schu­le. Oft sind auch Künst­le­rIn­nen be­tei­ligt. In den letz­ten Mo­na­ten und Wo­chen gab es für die Kin­der viel­fäl­ti­ge Kul­tur­pro­jek­te und -an­ge­bo­te aus ver­schie­de­nen Sparten

­Im Frühjahr diesen Jahres haben es neun Theaterpro­duk­tio­nen zur Büh­nen­rei­fe ge­bracht. Drei von ihnen ha­ben sich für den Wettbewerb „Thea­ter macht Schu­le“ („tms“) be­wor­ben und bereits er­folg­reich qua­li­fi­ziert. Die Klas­sen 4b, 4c und 4d spie­len im Juni auf der Büh­ne des Tha­lia Thea­ters in der Gauß­stra­ße.

Spielzsene aus "Whats going on?" Foto: S. Ahrens
Spielzsene aus „Whats going on?“
Foto: S. Ahrens

Eines der drei Stücke, kommt aus der Klasse 4c und heißt „What’s go­ing on?“. Dieses interdisziplinäre Kunst-Tanz-Theater hat­te be­reits am Frei­tag, dem 29. 4. eine um­ju­bel­te Pre­mie­re. Die Idee dazu stammt von dem Bildenden Künstler C. R. Franco. Es ging ihm darum, den Kindern zu ermöglichen, sich künstlerisch dem nicht ganz einfachen Thema „Gefühle“ zu nähern. Über Mo­na­te haben sich die Kin­der mit ihm, ihrem Theaterlehrer und ihrem Klassenleitungsteam in verschiedenen Kunstaktionen und Performances dem Thema gewidmet.

Die farbenprächtigen Skulpturen, die in dem Stück "What's going on?" als Requisiten eingesetzt wurden, erstellten die SchülerInnen selbst. Foto: S. Ahrens
Die farbenprächtigen Skulpturen, die in dem Stück „What’s going on?“ als Requisiten eingesetzt wurden, erstellten die SchülerInnen selbst.
Foto: S. Ahrens

Besonders beeindruckend sind die filigranen Skulpturen, an deren Bau sich auch viele Eltern beteiligt haben. In Bewegung gesetzt haben diese leuchtenden Skulpturen eine ganz besondere Wirkung erzielt.

Spielszene aus "Fußball für alle - Wer darf eigentlich mitspielen" Foto: S. Ahrens
Spielszene aus „Fußball für alle – Wer darf eigentlich mitspielen“
Foto: S. Ahrens

In den anderen beiden Produktionen geht es um zwei Sportarten, die an unserer Schule hoch im Kurs stehen: Fußball und Schach. Jetzt wechseln beide von Schachbrett und Fußballplatz auf die Profibühne. „Fußball für alle – Wer darf eigentlich mitspielen“ lautet der Titel des Bewegungstheaters der 4b. Mit der Tanzpädagogin Judith Newerla und ihrer Klassen- und Theaterlehrerin haben die Kinder ein eigenes Stück rund um das große Thema Fußball entwickelt. Das Stück „Das magische Schachbrett“ ist ein handfester Krimi.

Alle Kinder der 3. Klassen haben sich im Theaterunterricht des Themas der geflüchteten Kinder angenommen. Unter der Leitung ihrer Theaterlehrerin haben sie ihren Eltern in z.T. anrührenden Szenen die Lebensumstände und Wünsche von geflüchteten Kindern vorgespielt.

„Columbina“ hat wie in jedem Jahr ein Musik-Theater-Projekt angeboten; dieses Mal in der Klasse 2e. Wie in der Comedia Dell’ Arte haben die Kinder in Tiermasken auf der Bühne getanzt, gespielt und gesungen.

Auch im Bereich Film waren die Kinder produktiv. Die Klasse 4a hat mit FilmkünstlerInnen der Kurz­Film­Schu­le drei sehr witzige (Trick-)Filme gedreht. Seit 2008 ist die KurzFilmSchule regelmäßig zu Gast bei uns. Neu hingegen war das Projekt der Klasse 4e im Altonaer Museum. Mit Tablets haben die Kinder in der an­re­gen­den Ku­lis­se und Re­qui­si­te des Mu­se­ums „historische“ Fil­me ge­dreht. In beiden Projekten standen Selbsttätigkeit und Fantasie der Kinder im Vordergrund.

Sowohl Theaterstücke als auch Filme werden noch weiterhin auf- und vorgeführt.

 

 

 

 

 

 

20 Jahre Louise Schroeder Schule und Die Schlumper

Eine mehrgeschossige Wandgestaltung zum Jubiläum hängt neu im Treppenhaus.

Seit 20 Jahren gibt es die Zusammmenarbeit unserer Schule mit den Schlumpern. Die Kinder malen während des Unterrichts und in den Ferien im benachbarten Atelier der Schlumper. In der Zeit sind viele Bilder und Projekte entstanden. Unser gemeinsames Schaffen mit den Schlumpern ist für uns auch die Kernzelle der Kulturschule Louise Schroeder.

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35 Bilder von Kindern und Schlumpern hat Johannes Seebass, der künstlerische Leiter der Schule der Schlumper, für das 5 Meter hohe Gesamtkunstwerk ausgewählt. Foto: K. Goetsch

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums ist jetzt eine mehrgeschossige Wandgestaltung im Treppenhaus unserer Schule entstanden, die jetzt im Treppenhaus unseres Schulgebäudes hängt. Zur feierlichen Enthüllung am 13. November 2015 haben die Geigen- und Bratschenkinder der 4. Klassen gespielt und gesungen. Dies klang im Treppenhaus besonders schön, so dass alle etwas davon hatten, auch diejenigen, die im dichten Gedränge des Treppenhauses weiter hinten standen. 

 

 

 

 

Zaunkönige

Zaunkönige – Könige auf dem Zaun, die nicht singen!

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Die Zaunkönige stehen weithin sichtbar an der Ecke Thedestraße/Billrothstraße – Fotos auf dieser Seite: Klaus und Eva Salzmann

In dem Kunstprojekt der beiden Künstler Eva und Klaus Salzmann mit zwei 2. Klassen ging es um die wahrhaftigen Könige der Kinder. Sie sitzen  auf einem richtigen Zaun, auf unserem Schulzaun, weithin sichtbar aus Billroth- und Thedestraße. Diese wahrhaftigen Könige sind die Kuscheltiere oder Lieblingsspielfiguren der Kinder. Um zu zeigen, wie wichtig so ein Gefährte sein kann, haben sich die Kinder intensiv mit ihren Figuren beschäftigen, einen kurzen Text verfasst und sie abgezeichnet.  Nach dieser Zeichnung fertigte jedes Kind seine Figur aus Holz und bemalte sie. An den hölzernen Rahmen, die ebenfalls von den Kindern gebaut und bemalt wurden, haben sie schließlich ihre Könige auf dem Zaun befestigt. Nun können sich beiderseits des Zauns alle an ihnen erfreuen.