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Feierliche Vernissage mit Verspätung

Genau betrachtet war es eigentlich keine Vernissage, denn inzwischen kennen alle in unserer Schulgemeinschaft das wunderbare Bild von HORST WÄSSLE, das im Flur vor den Sporthallen hängt. Schließlich geht man nahezu täglich daran vorbei und hat eine wunderbare Sicht auf das große Bild, dem Horst den Titel „ST. PAULI“ gegeben hat. Besonders schön sieht man das Bild im hell erleuchteten Flur, wenn es draußen bereits dunkel ist.

Horst Wässle auf der verspäteten Vernissage. | Foto: L. Frese

Horst gehört seit Jahrzehnten zur ATELIERGEMEINSCHAFT DER SCHLUMPER. Alle Kinder unserer Schule, die bereits im Atelier in der Thedestraße gemalt haben, kennen Horst gut. Im Herbst und Winter 2019 konnte man ihn häufig während der Schulzeit im Flur antreffen und ihm beim Malen direkt vor Ort zusehen. Von Woche zu Woche kamen mehr Fußballspieler hinzu. Auch Kinder aus einer 3. und einer 4. Klasse haben mit gemalt. Die auf dem ersten Bild noch weißen Fußbälle sind später leuchtend bunt.

Zurück zur Vernissage: Dass diese erst knapp ein Jahr später am 2. Oktober 2020 stattfand, hängt – wie so vieles – mit Corona zusammen. Aber vielleicht war die Veranstaltung auch gerade deshalb so schön, weil uns die Bedeutung von Kunst einmal wieder so klar wurde und wir lange kaum gemeinsame Kulturveranstaltungen hatten. Zum Auftakt hat die Klasse 4e draußen vor den geöffneten Fenstern unter der Leitung von Gino Romero Ramirez wunderbar getrommelt.

Die Freude der Kinder und besonders Horsts strahlendes Gesicht waren für die Gäste, die aus der Schule und von den Schlumpern gekommen waren, schön zu erleben.

Blitzausstellung im Jenischhaus

In der Klasse 2d fand seit Beginn des Schuljahres das Projekt „Kunstpioniere“ (http://kunstpioniere.de) statt. Im Rahmen dieses Projekts arbeiteten die Kinder mit der Künstlerin und Choreografin Meike Klapprodt zu der Ausstellung „Tanz des Lebens“ im Jenischhaus.

Nachdem die Kinder an zwei Tagen vor Ort im Jenischhaus auf Forscherreise gegangen sind, haben sie sich im schulischen Unterricht mit großen, philosophischen Fragen auseinandergesetzt. Jedes Kind hat eine eigene Fragestellung zu einem Kunstwerk aus der Ausstellung entwickelt und sich mit dieser Fragestellung inhaltlich und künstlerisch auseinandergesetzt. Die entstandenen Kunstwerke der Kinder wurden zum Abschluss und Höhepunkt des Projekts in einer zweistündigen Blitzausstellung im Jenischhaus gezeigt. Eröffnet wurde die Blitzausstellung mit kleinen „Tänzen des Lebens“ von den Kindern der Klasse.

„Wir haben eine Ausstellung gemacht. Es waren viele Menschen da. Es waren 168 Menschen da und ich habe mit David, Sila und Anas getanzt. Und bin dann in die Ausstellung gegangen. Ich war sehr aufgeregt.“ (Chinyere)

„Wir waren im Jenischhaus und haben unsere Kunstwerke ausgestellt. Fast alle Eltern haben es gesehen. Ich fand es schön und viele Leute haben meine Skateboards gesehen.“ (Juri)

„Wir sind ins Jenischhaus gegangen und haben eine Ausstellung gemacht. Es waren 168 Leute da und wir haben einen kleinen Tanz gemacht. Alle haben Fotos gemacht und geklatscht. Und wir haben eine Rose geschenkt bekommen.“ (Tilda)

„Wir haben getanzt. Wir haben Blumen geschenkt bekommen. Danach sind wir nach oben gegangen. Wir haben uns die Ausstellung angeguckt. Mein Papa war da und meine Oma und meine Mama. Zusammen waren wir 168 Menschen.“ (Otis)

 

Kunstpioniere: Auf Forscherreise im Jenischhaus

Die Klasse 2d nimmt in diesem Schuljahr an dem Projekt „Kunstpioniere“ (https://www.kunstpioniere.de) teil und arbeitet in diesem Rahmen mit der Künstlerin Meike Klapprodt zu der Ausstellung „Tanz des Lebens“, die noch bis zum 12.1.2020 im Jenischhaus zu sehen ist. Im Rahmen dieses Projektes hatten die Klassensprecher zudem die Gelegenheit die Leiterin des Jenischhauses Dr. Nicole Bischop-Tiedemann zu einem Ausstellungsbesuch und Interviewtermin zu treffen

„Im Jenischhaus haben wir Bilder über den Tanz des Lebens angeguckt und wir haben noch Fragen gestellt in einem Interview mit Frau Tiedemann.“ (Cem)

„Ich und Oumou und Hugo und Cem waren im Jenischhaus. Da waren richtig schöne Bilder. Frau Tiedemann hat uns alles erklärt. Wir haben die Bilder angeschaut und wir haben über die Bilder geredet. Es war schön mit Frau Tiedemann.“ (Yassmina)

„Wir waren im Jenischhaus. Wir haben uns die Ausstellung angeschaut.“ (Hugo)

„Wir haben Bilder geguckt. Da waren auch Kriegsbilder, ich hatte mich ein bisschen erschrocken. Aber das war gut. Die Klasse wird sich freuen. Das wird spannend. (Oumou)

Das Projekt Kunstpioniere ist für die Zweitklässler*innen immer eine ganz besondere Zeit:

Zusammen mit Künsterlin Meike Klapprodt tanzen Kinder auf einer Wiese.
Foto: C. Kleinow

Wir waren im Jenisch Haus und haben uns die Ausstellung „Tanz des Lebens“ angeguckt. Da gab es Bilder und auch Figuren. Alle Bilder waren über 100 Jahre alt, die sind alle von einer Gruppe gekommen, die lebte zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg. Deshalb gab es auch ein Bild, das hieß „Traurigkeit“ und eins, das hieß „Geburt und Tod“. Auf einem war ein Engel, der sah aus wie eine Seeschlange und auf einem anderen war ein Regenbogen. Oft waren das auch wütende Bilder, weil die Leute wütend waren, dass es sowas wie den 1. Weltkrieg gegeben hat. Wir fanden den Feuchtigkeitsmesser interessant – den braucht man, damit die Bilder nicht zu feucht werden und dadurch zerfallen. Der macht mit so einem Stift eine Linie. In zwei Räumen gab es jeweils ein Buch von allen Bildern, die es in der Ausstellung gab, das war schön. Es gab auch einen Raum, da waren richtige Sachen von den 56 (oder so) Künstlern der „Vereinigung“, zum Beispiel ein

Strohhut und Fotos. Dann war da auch noch ein Raum, da konnte man unten durch einen Spalt die Kartons sehen, in denen die Bilder transportiert werden.

Es gab vier verschiedene Aufgaben, die wir erfüllen mussten: Aufgabe 1 war, rauszufinden, wie viele Bilder mit Rot es in der gesamten Ausstellung gibt. Aufgabe 2 war, man bekam einen Raum zugeteilt, wo man das Thema erraten musste (Traurigkeit und sowas). Aufgabe 3 war, in jedem Raum seine Lieblingssache zu finden. Aufgabe 4 war, vor seinen Lieblingssachen in der Ausstellung ein Foto zu machen – also man wurde fotografiert.

Wir haben drei zwanzig Minuten lange Pausen gemacht. Da haben wir auch Kastanien gesammelt. Und im Bus war es seltsam leer – aber wir haben viel Quatsch gemacht.

David, Klasse 2d

 

 

Projekt: „Entdecke Design“

Am 3. Und 4. Mai 2018 hatte die Klasse 3c die Möglichkeit an einem Workshop des Deutschen Design Museums Frankfurt, unterstützt durch die „Stiftung Deutsches Design“, teilzunehmen.

Durchgeführt wurde das Projekt von der Produktdesignerin Maria- Sofia Schaake, die am ersten Workshoptag mit einem großen Koffer voller Materialien und Informationen anreiste und schon freudig von den Schülern erwartet wurde.

Foto: M. Andresen

Es gab viele Frage zu Beruf und Arbeit eines Designers, die am ersten Tag beantwortet werden konnten. Am Beispiel einer Zahnbürste erfuhren die SchülerInnen, wie ein Produkt von der Idee bis zur Gestaltung erarbeitet und gestaltet wird. Interessante Fragen und Antworten, wie: Zahnbürsten wurden schon in der Steinzeit genutzt –  Wie viele Borsten hat eine Zahnbürste? Oder – Warum sehen Zahnbürsten für Kinder meist bunter aus, als Erwachsenenzahnbürsten?- wurden besprochen, beantwortet und gaben Einblick ins Thema.

Foto: M. Andresen

Mit diesen neuen Kenntnissen waren die jungen DesignerInnen der 3c nun gut vorbereitet um am zweiten Tag eine eigene Zahnbürste zu designen. Angefangen mit einem Ideenkonzept zu den übergeordneten Themen „Einhorn“ oder „Fußball“ wurde die Zahnbürste zunächst gezeichnet um dann aus Fimo einen Prototypen der Zahnbürste zu gestalten. Auch eine professionelle Verpackung wurde hergestellt.

So entstanden 23 individuelle „ Dr. Louise Schroeder“ JuniorZahnbürsten für Kinder im Alter von 6-12 Jahren.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Designerin Maria Sofia Schaake und der Stiftung Deutsches Design Museum.

 

Meike Andresen