Archiv der Kategorie: Unterricht

Bericht der Schulinspektion

Im November letzten Jahres besuchte ein dreiköpfiges Team der Schulinspektion unsere Schule. Das Ergebnis der Inspektion wurde der Schulöffentlichkeit am 17. Dezember 2019 präsentiert.

Die Louise Schroeder Schule hat eine sehr positive Rückmeldung erhalten. Frau Schütz vom IfBQ* hob hervor, dass ein besonderer „Spirit“ überall an der Schule zu spüren sei. Als Leiterin des Inspektionsteams berichtete sie von den positiven Beobachtungen bei den Unterrichtsbesuchen: Der Unterricht sei auf die einzelnen Kinder ausgerichtet, die sehr gute Zusammenarbeit der unterschiedlichen pädagogischen Berufsgruppen sei hervorzuheben und die Pädagog*innen zeigten eine zugewandte Haltung den Kindern gegenüber.

Diese Rückmeldung ergibt sich nicht nur aus den Unterrichtsbesuchen, sondern auch aus der Evaluation der Fragebögen, der Interviews und aus den von der Schule eingereichten Dokumenten (u.a. Pläne für die Fächer Mathematik, Deutsch und Kunst, das Förderkonzept, die Konzepte für die Sprachförderung, des Ganztages und die Beratungstätigkeit). Außerdem legte die Schulleitung einen Bericht über die Entwicklungsschwer-punkte vor. Diese Dokumente waren zuvor nach Vorgaben des IfBQ* angefordert, gesichtet und ausgewertet worden. Darüber hinaus fanden Befragungen von Eltern der 3. und 4. Klässler*innen, Pädagog*innen und der Schulleitung statt.

Wir haben uns über diese außerordentlich positive Bewertung sehr gefreut und bedanken uns nochmals bei den Eltern, die sich zahlreich an der Befragung beteiligt haben. Ebenfalls sehr positiv ist die hohe Zufriedenheit aller am Schulleben beteiligter Gruppen ausgefallen. An unserer Schule arbeiten Pädagog*innen vieler Berufsgruppen hoch engagiert in Teams. Wie schon in der Inspektion 2015 zeigt sich, dass eine in diesem Sinne gewachsene Schulkultur, die von allen Beteiligten getragen wird, zu hoher Wertschätzung und Identifikation führt.

Aus der Ergebnispräsentation haben wir auch Anregungen für unsere weitere Schul- und Unterrichtsentwicklung bekommen. Die Schulinspektion findet in regelmäßigen Abständen statt, d.h., dass unsere Schule in ca. 4 bis 5 Jahren wieder evaluiert wird.

Den vollständigen Bericht können sie hier lesen.  Er wurde auch auf Hamburg.de veröffentlicht. Sie finden Ihn sowie die Berichte zu weiteren Schulen unter:

www.hamburg.de/schulen/inspektionsberichte/grundschulen/altona/

*IfbQ (Institut für Bildungsqualität)

 

 

Schulgarten und andere Projekte

Im Schüler*innenbereich könnt können die Schülerinnen und Schüler der Louise Schreoder Schule an Projekten teilnehmen.

Vera begrüßt uns aus ihrem Gewächshaus. Das Bild ist ein Link
Vera Hempel-Hintelmann begrüßt uns aus ihrem Gewächshaus. Das Bild führt zum Video zum Download (16.705kb)

Ein tolles Beispiel für diese Projekte ist das Gartenprojekt von Vera und Honey. Seit April 2020 läd‘ Vera Hempel-Hintelmann, unsere pädagogische Mitarbeiterin und Gartenverantwortliche Erklärvideos zur Aufzucht von Pflanzen hoch. In den kurzen Filmen zum Downloaden kann man lernen, wo man Saatgut und geeignete Erde findet und wie man Pflanzensamen einpflanzt. Nebenbei zeigt Vera, wie man mit einfachen Mitteln ein Minigewächshaus oder eine Gießkanne bauen kann.

Andere Projekte laufen im Rahmen des Kursprogramms oder es ist möglich über das Internet mitzumachen. Frag einfach deine Lehrer*innen nach dem Passwort.

Blitzausstellung im Jenischhaus

In der Klasse 2d fand seit Beginn des Schuljahres das Projekt „Kunstpioniere“ (http://kunstpioniere.de) statt. Im Rahmen dieses Projekts arbeiteten die Kinder mit der Künstlerin und Choreografin Meike Klapprodt zu der Ausstellung „Tanz des Lebens“ im Jenischhaus.

Nachdem die Kinder an zwei Tagen vor Ort im Jenischhaus auf Forscherreise gegangen sind, haben sie sich im schulischen Unterricht mit großen, philosophischen Fragen auseinandergesetzt. Jedes Kind hat eine eigene Fragestellung zu einem Kunstwerk aus der Ausstellung entwickelt und sich mit dieser Fragestellung inhaltlich und künstlerisch auseinandergesetzt. Die entstandenen Kunstwerke der Kinder wurden zum Abschluss und Höhepunkt des Projekts in einer zweistündigen Blitzausstellung im Jenischhaus gezeigt. Eröffnet wurde die Blitzausstellung mit kleinen „Tänzen des Lebens“ von den Kindern der Klasse.

„Wir haben eine Ausstellung gemacht. Es waren viele Menschen da. Es waren 168 Menschen da und ich habe mit David, Sila und Anas getanzt. Und bin dann in die Ausstellung gegangen. Ich war sehr aufgeregt.“ (Chinyere)

„Wir waren im Jenischhaus und haben unsere Kunstwerke ausgestellt. Fast alle Eltern haben es gesehen. Ich fand es schön und viele Leute haben meine Skateboards gesehen.“ (Juri)

„Wir sind ins Jenischhaus gegangen und haben eine Ausstellung gemacht. Es waren 168 Leute da und wir haben einen kleinen Tanz gemacht. Alle haben Fotos gemacht und geklatscht. Und wir haben eine Rose geschenkt bekommen.“ (Tilda)

„Wir haben getanzt. Wir haben Blumen geschenkt bekommen. Danach sind wir nach oben gegangen. Wir haben uns die Ausstellung angeguckt. Mein Papa war da und meine Oma und meine Mama. Zusammen waren wir 168 Menschen.“ (Otis)

 

Kunstpioniere: Auf Forscherreise im Jenischhaus

Die Klasse 2d nimmt in diesem Schuljahr an dem Projekt „Kunstpioniere“ (https://www.kunstpioniere.de) teil und arbeitet in diesem Rahmen mit der Künstlerin Meike Klapprodt zu der Ausstellung „Tanz des Lebens“, die noch bis zum 12.1.2020 im Jenischhaus zu sehen ist. Im Rahmen dieses Projektes hatten die Klassensprecher zudem die Gelegenheit die Leiterin des Jenischhauses Dr. Nicole Bischop-Tiedemann zu einem Ausstellungsbesuch und Interviewtermin zu treffen

„Im Jenischhaus haben wir Bilder über den Tanz des Lebens angeguckt und wir haben noch Fragen gestellt in einem Interview mit Frau Tiedemann.“ (Cem)

„Ich und Oumou und Hugo und Cem waren im Jenischhaus. Da waren richtig schöne Bilder. Frau Tiedemann hat uns alles erklärt. Wir haben die Bilder angeschaut und wir haben über die Bilder geredet. Es war schön mit Frau Tiedemann.“ (Yassmina)

„Wir waren im Jenischhaus. Wir haben uns die Ausstellung angeschaut.“ (Hugo)

„Wir haben Bilder geguckt. Da waren auch Kriegsbilder, ich hatte mich ein bisschen erschrocken. Aber das war gut. Die Klasse wird sich freuen. Das wird spannend. (Oumou)

Das Projekt Kunstpioniere ist für die Zweitklässler*innen immer eine ganz besondere Zeit:

Zusammen mit Künsterlin Meike Klapprodt tanzen Kinder auf einer Wiese.
Foto: C. Kleinow

Wir waren im Jenisch Haus und haben uns die Ausstellung „Tanz des Lebens“ angeguckt. Da gab es Bilder und auch Figuren. Alle Bilder waren über 100 Jahre alt, die sind alle von einer Gruppe gekommen, die lebte zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg. Deshalb gab es auch ein Bild, das hieß „Traurigkeit“ und eins, das hieß „Geburt und Tod“. Auf einem war ein Engel, der sah aus wie eine Seeschlange und auf einem anderen war ein Regenbogen. Oft waren das auch wütende Bilder, weil die Leute wütend waren, dass es sowas wie den 1. Weltkrieg gegeben hat. Wir fanden den Feuchtigkeitsmesser interessant – den braucht man, damit die Bilder nicht zu feucht werden und dadurch zerfallen. Der macht mit so einem Stift eine Linie. In zwei Räumen gab es jeweils ein Buch von allen Bildern, die es in der Ausstellung gab, das war schön. Es gab auch einen Raum, da waren richtige Sachen von den 56 (oder so) Künstlern der „Vereinigung“, zum Beispiel ein

Strohhut und Fotos. Dann war da auch noch ein Raum, da konnte man unten durch einen Spalt die Kartons sehen, in denen die Bilder transportiert werden.

Es gab vier verschiedene Aufgaben, die wir erfüllen mussten: Aufgabe 1 war, rauszufinden, wie viele Bilder mit Rot es in der gesamten Ausstellung gibt. Aufgabe 2 war, man bekam einen Raum zugeteilt, wo man das Thema erraten musste (Traurigkeit und sowas). Aufgabe 3 war, in jedem Raum seine Lieblingssache zu finden. Aufgabe 4 war, vor seinen Lieblingssachen in der Ausstellung ein Foto zu machen – also man wurde fotografiert.

Wir haben drei zwanzig Minuten lange Pausen gemacht. Da haben wir auch Kastanien gesammelt. Und im Bus war es seltsam leer – aber wir haben viel Quatsch gemacht.

David, Klasse 2d

 

 

Louise im Kunstforum

2.Klässler*innen zwischen Bucerius Kunstforum und Louise Schroeder Schule.

Kunst- und Museumspädagogin Claudia Behling (links), Stellvertretende Schulleiterin Sabine Ahrens und bildender Künstler Carlos Roberto Franco am „gedeckten Tisch“. Foto: K. Simons

Unter der Leitung der Kunst- und Museumspädagogin Claudia Behling und dem Bildenden Künstler Carlos Roberto Franco arbeiteten unsere Zweitklässlerinnen an einem Projekt zur Ausstellung „Welt im Umbruch“. Sie besuchten mehrfach die Ausstellung im Bucerius Kunstforum und setzten sich anschließend im Atelier des Forums und ebenso in der Kunstwerkstatt der Schule mit Malereien und Fotografien der 1920er Jahre auseinander. Dabei gab es allerlei Tricks der Künstler*innen zu entdecken und auszuprobieren – ob gemalt, modelliert oder gezeichnet wurde, man etwas baute, kreierte oder inszenierte.

Am Ende stand zu den Themen Stillleben, Portrait, Stadtleben und Pflanzenwelt eine großartige Ausstellung in der Aula der Schule, die begeistert besucht wurde. Ein gelungenes Rahmenprogramm bot die Trommelklasse 2e, die zur Eröffnung aufspielte. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, insbesondere bei Danail Yankow, der die Zusammenarbeit mit dem Kunstforum vorantrieb und organisierte.

 

 

 

Die Krabbelecke ist da

In einem tollen Projekt haben Schüler*innen der Klasse 4a nach einer Idee von den Bildenden Künstlern Eva und Klaus Salzmann den Schulhofzaun bei den Bienenstöcken umgestaltet. 

Gearbeitet wurde nach Vorlagen aus der Natur und eigenen Ideen, die im Zusammenwirken von Kunst- und Sachunterricht entstanden. An der Thedestraße, Ecke Billrothstraße können wir die kunstvollen Arbeitsergebnisse nun bewundern.

 

Erlebnisreiche Literatur-Präsentationen

In den ersten beiden Februarwochen konnten die Klassen 1C, 1D und 1E im Rahmen des FLY-Projektes jeweils eine interessante Lesung bzw. eine Buchpräsentation mit Hilfe von Theaterelementen erleben.

Kai Pannen bei der Lesung von „Zombert und seine Abenteuer“
Foto: C. Kleinow

Am 6. Februar besuchte die 1E die Lesung „Der Kolibri, der seinen Schnabel verlor“ , die von Mavi Cubas präsentiert wurde.  Mavi Cubas führte Kinder und Eltern über ein Gespräch und einen Gesang aus ihrem Heimatland Peru an die Geschichte heran. Die eigentliche Buchpräsentation wurde dann mit Hilfe eines Kamichibai-Bilder-Theaters  vorgenommen. Die Klasse 1C besuchte am 11. Februar eine Lesung des Autors Kai Pannen über „Zombert und seine Abenteuer“ im Haus Drei. Die gleiche Lesung konnte die 1E am 13.Februar nun wieder in der Bücherhalle genießen. Kai Pannen, der seine Bücher auch selbst illustriert, stellte „Zombert“ vor, indem er die Figur zeichnete und dabei Anregungen der Kinder aufnahm. Die Lesung wurde von Bildpräsentationen unterstützt und am Schluss beantwortete die Handpuppe „Zombert“ auch noch Fragen der Kinder.

Alle drei Veranstaltungen waren sehr gelungene Beispiele dafür, wie vielfältig, spannend und begeisternd Literatur dargeboten werden kann. Zugleich suchten die Kinder mit ihren Eltern und den Lehrer*innen und Erzieher*innen Orte in unserer Nachbarschaft auf, an denen man Bücher nicht nur finden, sondern auch erleben kann, was damit gemacht werden kann. Die Klassen 1A und 1B haben übrigens schon im Januar in der Bücherhalle die Aufführung des Triebwerk Theaters mit ihrem Stück „Alle sind Spinner“ ansehen können.

Kunstpioniere im Kunsthaus

In diesem Schuljahr wurden die Kinder der 4b zu „Kunstpionieren“. „Kunstpioniere“ ist ein innovatives Projekt der Hamburger Schulbehörde, in dem sich die Schüler*innen mit zeitgenössischer Kunst auseinandersetzen. Es geht um das ästhetische Forschen, eine prozessorientierte Arbeitsweise mit einem subjektorientierten Zugang zur Kunst.

Foto: D. Reinke

Klingt erst einmal sehr theoretisch. In der Praxis sah dies folgendermaßen aus:

Nicolas – der Roboter
Die Idee mit dem kleinen Roboter ist uns einfach gekommen.
Flaka Haliti hat auch einen Roboter in der Ausstellung.
Er ist ein bisschen kaputt gegangen.
Wir haben nicht aufgegeben.
M. und F.

Im Hamburger Kunsthaus haben die Kinder die zeitgenössische Kunst der Künstlerin Flaka Haliti kennengelernt. Ihre Kunst hat oft mit Grenzen zu tun. Sie arbeitet und malt oft am Computer. Bilder und Gesichter werden später ausgedruckt oder hergestellt. In der Ausstellung im Kunsthaus haben die Kinder die Werke Flaka Halitis kennengelernt. Inspiriert haben sie dann eigene Kunstwerke geschaffen. Dafür wurden sie künstlerisch von Jonas Kolenc begleitet, er ist ebenfalls Künstler. Am 17. Mai konnten die Kinder dann ihre eigenen Werke im Kunsthaus während der laufenden Ausstellung zeigen. Zu dieser sog. Blitzausstellung waren viele Eltern und interessiertes Publikum gekommen.

Projekt: „Entdecke Design“

Am 3. Und 4. Mai 2018 hatte die Klasse 3c die Möglichkeit an einem Workshop des Deutschen Design Museums Frankfurt, unterstützt durch die „Stiftung Deutsches Design“, teilzunehmen.

Durchgeführt wurde das Projekt von der Produktdesignerin Maria- Sofia Schaake, die am ersten Workshoptag mit einem großen Koffer voller Materialien und Informationen anreiste und schon freudig von den Schülern erwartet wurde.

Foto: M. Andresen

Es gab viele Frage zu Beruf und Arbeit eines Designers, die am ersten Tag beantwortet werden konnten. Am Beispiel einer Zahnbürste erfuhren die SchülerInnen, wie ein Produkt von der Idee bis zur Gestaltung erarbeitet und gestaltet wird. Interessante Fragen und Antworten, wie: Zahnbürsten wurden schon in der Steinzeit genutzt –  Wie viele Borsten hat eine Zahnbürste? Oder – Warum sehen Zahnbürsten für Kinder meist bunter aus, als Erwachsenenzahnbürsten?- wurden besprochen, beantwortet und gaben Einblick ins Thema.

Foto: M. Andresen

Mit diesen neuen Kenntnissen waren die jungen DesignerInnen der 3c nun gut vorbereitet um am zweiten Tag eine eigene Zahnbürste zu designen. Angefangen mit einem Ideenkonzept zu den übergeordneten Themen „Einhorn“ oder „Fußball“ wurde die Zahnbürste zunächst gezeichnet um dann aus Fimo einen Prototypen der Zahnbürste zu gestalten. Auch eine professionelle Verpackung wurde hergestellt.

So entstanden 23 individuelle „ Dr. Louise Schroeder“ JuniorZahnbürsten für Kinder im Alter von 6-12 Jahren.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Designerin Maria Sofia Schaake und der Stiftung Deutsches Design Museum.

 

Meike Andresen